Fuzhou, China – September 2025 – Tucsen Photonics hat heute die Libra 3405/3412-Serie vorgestellt, eine neue Generation von Global-Shutter-CMOS-Kameras, die speziell für die beschleunigte Modernisierung von Systemen in der digitalen Pathologie und der Ganzpräparat-Digitalisierung (WSI) entwickelt wurden. Die Libra 3405/3412-Serie vereint hohe Durchsatzleistung, KI-gestützte Farbgenauigkeit und kosteneffiziente Integration und setzt damit neue Maßstäbe für schnelle und hochauflösende Bildgebung in der medizinischen Diagnostik und der lebenswissenschaftlichen Forschung.
Ermöglichung der digitalen Pathologie der nächsten Generation
In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Digitalisierung ganzer Objektträger (Whole Slide Imaging, WSI) – auch bekannt als digitale Pathologie – von der frühen Hellfeldmikroskopie zu den heutigen KI-gestützten multimodalen Bildgebungsplattformen weiterentwickelt. Mit dem Übergang der digitalen Pathologie hin zu höherem Durchsatz und intelligenteren Verfahren stehen Bildgebungssysteme vor wachsenden Herausforderungen hinsichtlich des optimalen Verhältnisses von Geschwindigkeit, Auflösung und Kosteneffizienz.
Die Tucsen Libra 3405/3412-Serie geht direkt auf diese Herausforderungen ein und bietet eine optimierte Kombination aus Bildgebungsleistung und Wirtschaftlichkeit, um sowohl Systemintegratoren als auch Hersteller medizinischer Geräte bei der Erreichung der nächsten Stufe der intelligenten Pathologiebildgebung zu unterstützen.
Wichtigste Neuerungen der Libra 3405/3412-Serie
1. Breites Empfindlichkeitsspektrum: Erweiterung der Mehrkanal-Bildgebung
Die Libra 3405/3412 Kameras bieten eine breite spektrale Empfindlichkeit von 350 bis 1100 nm und ermöglichen sowohl Standard-DAPI–FITC–Cy3–Cy5-Fluoreszenzbildgebung als auch fortschrittliche Nahinfrarot-Anwendungen (NIR).
Abbildung 1-1. Anpassungsdiagramm der QE-Kurve
Abbildung 1-2. Vergleich des Bild-SNR: Libra 3412M vs. FSI sCMOS
Bei der kritischen NIR-Wellenlänge von 800 nm erreichen die monochromen Modelle Libra 3405/3412 eine Quanteneffizienz von bis zu 47 % – etwa das Doppelte der von herkömmlichen CMOS-Kameras, die in der digitalen Pathologie eingesetzt werden – und schaffen damit ein größeres Potenzial für Bildgebungsanwendungen mit sechs bis acht Kanälen.
Abbildung 1-3. Vergleich der Nahinfrarot-Bildgebung: Libra 3412M vs. herkömmlicher CMOS-Sensor
Die GigE-Version der Libra 3405/3412-Serie verfügt zudem über eine dezente Sensorkühlung. Dies gewährleistet ein außergewöhnlich hohes Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) auch bei Langzeitbelichtungen und bietet somit umfassende Leistungssicherheit für die Integration in Pathologiesysteme und erweiterte Bildgebungs-Workflows.
2. 10 GigE + Global Shutter: Hochgeschwindigkeits- und artefaktfreie Bildgebung
Ausgestattet mit einer 10-GigE-Hochgeschwindigkeitsschnittstelle erreicht die Libra 3405/3412 Bildraten von bis zu 98 fps (12 MP) und 164 fps (5 MP) – dreimal schneller als USB 3.0-Modelle.
Der Global Shutter ermöglicht echtes „Fly-by“-Scannen für automatisiertes WSI, gewährleistet eine präzise Farbausrichtung und eliminiert Bewegungsartefakte.
Die native Unterstützung von Ethernet-Protokollen verbessert zudem den Fernzugriff, den Datenaustausch und die netzwerkbasierte Automatisierung und ebnet so den Weg für vernetzte Pathologiesysteme mit hohem Durchsatz.
3. 3,4 µm Pixel: Abgestimmt auf die Optik in der Pathologie
Das Libra 3405/3412 wurde für typische pathologische Objektive (10×–40×) entwickelt und verwendet hochauflösende 3,4 µm Pixel, die perfekt auf die Nyquist-Abtastung für submikronäre Gewebestrukturen abgestimmt sind.
Abbildung 3-1. Ideale Pixelreferenz für ein 4–100-faches optisches System
Gemäß dem Nyquist-Abtasttheorem sollte die ideale Pixelgröße einer Kamera etwa die Hälfte bis ein Drittel des Produkts aus optischer Auflösung und Vergrößerung betragen. Wie in Abbildung 3-2 dargestellt, verwendet die Libra 3405/3412-Serie 3,4 μm große Pixel, die sich optimal für die Abtastung in optischen Systemen mit einer Vergrößerung unter 40× eignen. Verglichen mit größeren Pixeln wie beispielsweise 6,5 μm ermöglicht diese feinere Pixelteilung eine detailliertere Abbildung der Zell- und Gewebemorphologie und gewährleistet so eine höhere Präzision und Klarheit in digitalen Pathologie-Workflows.
Abbildung 3-2. Vergleich der Bildauflösung (6,5 μm vs. 3,4 μm)
4. KI-gestützte Farbkorrektur: Außergewöhnlich naturgetreue Farben
Bei der Hellfeld-Pathologie werden typischerweise Färbetechniken wie H&E zur Diagnose und Analyse eingesetzt, die eine extrem hohe Farbtreue erfordern, insbesondere bei eng verwandten Farbtönen wie Blau, Lila und Rosa.
Abbildung 4. Konventionelle Farbkorrektur vs. KI-basierte Farbkorrektur
Links:erzeugt übersättigte Farben
Rechts:erzielt Farben, die der tatsächlichen Ansicht durch das Okular näher kommen.
Die Libra 3405/3412-Serie verfügt über einen proprietären, KI-basierten Farbwiederherstellungsalgorithmus, der speziell für die Hellfeld-Pathologie entwickelt wurde. Er macht manuelle Weißabgleichseinstellungen überflüssig, indem er sich automatisch an Farbtemperatur und Probeneigenschaften anpasst und so eine präzise, naturgetreue Farbwiedergabe gewährleistet, die dem entspricht, was Pathologen unter dem Mikroskop sehen.
5. Optimiert hinsichtlich Kosten und Integration
Die Libra 3405/3412-Serie vereint Bildqualität auf sCMOS-Niveau mit deutlichen Kostenvorteilen und ist als 5-MP- und 12-MP-Modell in Farbe und Monochrom sowie mit 10-GigE- oder USB-3.0-Schnittstelle erhältlich.
Jedes Modell wird durch das umfassende SDK von Tucsen unterstützt, was eine schnelle OEM-Integration und Kompatibilität mit etablierten Software-Ökosystemen für Pathologie und Mikroskopie gewährleistet.
Mit fast 20 Jahren Erfahrung als OEM/ODM bietet Tucsen umfassenden technischen Support über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Systemintegration über die Leistungsvalidierung bis hin zur Langzeitwartung –, um Partnern zu helfen, die Entwicklung zu beschleunigen und die Produktzuverlässigkeit sicherzustellen.
Verfügbarkeit
Die Tucsen Libra 3405/3412-Serie ist ab sofort weltweit erhältlich. Technische Daten, Testmuster und Unterstützung bei der Integration finden Sie unter www.tucsen.com oder kontaktieren Sie das Anwendungsentwicklungsteam von Tucsen.
Über Tucsen Photonics
Tucsen Photonics Co., Ltd. ist ein führender Entwickler und Hersteller von Hochleistungs-Bildgebungslösungen für wissenschaftliche, industrielle und biowissenschaftliche Anwendungen. Mit Niederlassungen in China, Singapur, Großbritannien, den USA und Europa bietet Tucsen innovative und zuverlässige Bildgebungstechnologien, die Forschern und Ingenieuren weltweit neue Perspektiven eröffnen.
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Yuki Tang
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29.10.2025