Das Sensormodell bezeichnet die in Bildgebungsgeräten verwendete Kamerasensortechnologie. Alle Kameras unseres Sortiments nutzen CMOS-Technologie (Complementary Metal-Oxide Semiconductor) für die lichtempfindliche Pixelanordnung, die das Bild erzeugt. CMOS-Technologie ist der Industriestandard für hochauflösende Bildgebung und findet in verschiedensten Anwendungen breite Verwendung.
In modernen Kameras werden hauptsächlich zwei Arten von CMOS-Sensoren verwendet:
1. Frontseitig beleuchtete (FSI) Sensoren
Frontseitig beleuchtete Sensoren sind der gebräuchlichste CMOS-Sensortyp. In dieser Ausführung:
Über den lichtempfindlichen Pixeln befindet sich ein Gitter aus Drähten und Elektronik.
Mithilfe von Mikrolinsen wird das Licht an den Leitungen vorbei auf den Siliziumbereich fokussiert, wo es detektiert wird.
Vorteile:
Einfacher herzustellen: FSI-Sensoren sind einfacher und kostengünstiger herzustellen, was sie wirtschaftlich macht.
Geringere Herstellungskosten: Aufgrund der einfacheren Bauweise sind frontseitig beleuchtete Sensoren in der Regel günstiger.
Nachteile:
Geringere Lichtempfindlichkeit: Da die Verdrahtung und die Elektronik über dem lichtempfindlichen Silizium liegen, kann die Lichtempfindlichkeit von FSI-Sensoren geringer ausfallen, insbesondere bei schwachen Lichtverhältnissen.
2. Rückseitig beleuchtete (BSI) Sensoren
Rückseitig beleuchtete Sensoren verfolgen einen anderen Konstruktionsansatz:
Der Sensor ist umgedreht, sodass die Photonen direkt auf das lichtempfindliche Silizium treffen, ohne dass Verkabelung oder Mikrolinsen im Weg sind.
Das Siliziumsubstrat wird auf eine präzise Dicke von etwa 1,1 μm ausgedünnt, um die effektive Funktion dieser Konstruktion zu gewährleisten. Daher werden BSI-Sensoren auch als rückseitig ausgedünnte (BT-)Sensoren bezeichnet.
Vorteile:
Höhere Lichtempfindlichkeit: Da bei BSI-Sensoren weder Kabel noch Mikrolinsen den Weg des einfallenden Lichts blockieren, bieten sie eine höhere Lichtempfindlichkeit, insbesondere bei schwachen Lichtverhältnissen.
Verbesserte Leistung bei schwierigen Lichtverhältnissen: BSI-Sensoren erzielen bessere Ergebnisse in Situationen, in denen die Erfassung feinster Details bei schwachen Lichtverhältnissen entscheidend ist.
Nachteile:
Höhere Kosten und Komplexität: Der Herstellungsprozess für BSI-Sensoren ist komplexer, was zu höheren Produktionskosten führt.
3. Auswahl zwischen FSI- und BSI-Sensoren
Bei der Auswahl zwischen frontseitig belichteten (FSI) und rückseitig belichteten (BSI) Sensoren für Ihre Bildgebungsanwendung ist die Quanteneffizienz (QE) das wichtigste Kriterium. Die Quanteneffizienz beschreibt, wie effektiv ein Sensor einfallendes Licht in elektrische Signale umwandelt.
FSI-SensorenFür Anwendungen, bei denen Kosteneffizienz im Vordergrund steht und die erforderliche Lichtempfindlichkeit moderat ist, kann dies ausreichend sein.
BSI-SensorenSie sind zwar teurer, eignen sich aber ideal für Anwendungen, bei denen eine hohe Empfindlichkeit entscheidend ist, insbesondere bei schwachen Lichtverhältnissen.
Um herauszufinden, welcher Sensortyp am besten zu Ihren Bedürfnissen passt, können Sie mehr über Quanteneffizienz und deren Auswirkungen auf die Sensorleistung lesen.Hier.
Empfehlungen für Tucsen FSI CMOS- und BSI sCMOS-Kameras
| Kameratyp | BSI sCMOS | FSI sCMOS |
| Hohe Empfindlichkeit | Dhyana 95V2 Dhyana 400BSIV2 Dhyana 9KTDI
| Dhyana 400D Dhyana 400DC |
| Großformat | Dhyana 6060BSI Dhyana 4040BSI | Dhyana 6060 Dhyana 4040 |
| Kompaktes Design | — | Dhyana 401D Dhyana 201D |
25.03.2022